Volumenreduzierung beim frischen Pferdemist.......

erreicht man am einfachsten durch Zufuhr von Wasser und Luft.

Merke:

Mach ihn feucht, bring Luft hinein,
dann wird der Haufen richtig klein.

Sobald der Pferdemist aus dem Stall entfernt ist, wird ihm meistens keinerlei Pflege und Aufmerksamkeit entgegengebracht. Er kommt erst wieder ins Bewußtsein, wenn überquellende Dunglegen geleert werden müssen. Also es lohnt sich hier im Vorfeld schon etwas zu tun.

Pferdemist mit hohem Sägemehlanteil ist für die Kompostierung nachteilig.
Die zunehmend beliebte Sägemehl- oder Hobelspäneeinstreu hat leider ein sehr geringes  Schrumpfungspotential. Aber in diesen Sägemehlmist ist, bezogen auf das Volumen, eine hohe Energiedichte vorhanden. Hier kann z.B. an eine thermische Verwertung des Pferdemistes gedacht werden. (Verbrennen von Pferdemist).Sinnvoll, aber nicht immer praktikabel ist es, den strohreichen Pferdemist mit einem Miststreuer direkt noch am Mistlagerplatz durchzuhäxeln und zu befeuchten. Auch das Zerkleinern des Pferdemistes mit einem Futtermischwagen, Strohballenhäxler usw. ist möglich. Somit kann man das Volumen von strohreichem Mist um mindestens 50% vermindern.

Sofort den frischen Mist richtig behandeln:
Für die stallnahe Mistplatte empfielt es sich, den frischen Pferdemist zu wässern. Sobald nämlich der sich durch die hitzig verlaufende bakterielle Umsetzung der Mist sich selbst trocknet und die bekannten grau schimmeligen Verkokungen ausbildet, ist es mit Volumenreduzierung zu Ende. Am besten sammelt man das Regenwasser vom Stalldach und bewässert damit. Ehemalige Jauchegruben eignen sich ebenfalls gut, hier wird der Pferdemist hineingekippt und bewässert. Mit einem Mistbagger wird immer wieder umgesetzt. So kann man schon sehr bald einen dunkelbraunen bis schwarzen Mistkompost erzeugen, der nur noch zur Nachrotte und für die Wurmphase auf Mieten zur Nachreifung gelagert werden braucht.

Flächenkompostierung des Pferdemistes:
Betriebe die ihren Pferdemist nicht zu vermarktungsfähigen Kompost verarbeiten mochten, ist die Flächenkompostierung eine Alternative. Der Mist wird direkt vom Stall auf einen Miststreuer geladen und sobald der Streuer voll ist, auf landwirtschaftliche Flächen ziemlich dick (ca. 5 cm) flächig ausgebracht. Je nachdem, ob man auf eine Wiese oder Acker den Mist ausbringt, benötigt man ca. 5 Ar (500 Quatratmeter) pro Pferd und Jahr. Diese Flächen werden aus der üblichen landwirtschaftlichen Nutzung in der Zeit der Flächenkompostierungsphase herausgenommen. Bestreute Wiesen werden nach Bedarf gemulcht. Frühestens nach 4 Jahren kann die Fläche wieder neu zur Flächenkompostierung herangezogen werden.
Auch hier empfielt sich dringend, die unten angeführten Plocherprodukte anzuwenden.
Tip: Pferdepensionsbetriebe bei denen die Pferdebesitzer selbst entmisten, ist die Strohersparnis enorm. Warum? Muß man den Mist von der Schubkarre auf den Miststreuer hieven, versucht man jedes unnötige Gramm  zu vermeiden.

Kompostierungshilfen
Sehr empfehlenswert ist die Zugabe von “informiertem Quarzmehl” das die Firma Plocher in Meersburg herstellt. Wir haben mit diesen Produkten bezüglich der Mistumsetzung sehr guten Erfolg und geben dieses Mittel schon im Stall in das Einstreu. Dadurch verbessert sich auch die Stalluft. Nähere Informationen bei
www.Plocher.de
 

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